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Post aus Togo

Weihnachtsaktion der Togo-AG

Die Partnerschaft mit den Menschen in Togo bedeutet unserem Kolleg und insbesondere der Togo-AG, durch die wir mehr über das Leben, die Sorgen und Freuden der Menschen in Togo erfahren, sehr viel. Besonders liegt der Schulgemeinschaft die Förderung und Unterstützung von Bildungsprojekten in  Togo am Herzen. Auch in diesem Jahr möchten wir unsere Partnerschule in Dampiong, welche Schulbänke, Schränke und sanitäre Anlagen benötigt, mit unserer Weihnachtsaktion unterstützen.
Die Togo-AG hat Postkarten entworfen, die im Kolleg erhältlich sind und auf deren Rückseite die Kontonummer für Spenden angegeben ist, mit denen wir unsere Partnerschule in Dampiong unterstützen. Die Karten können an Großeltern, Verwandte, Freund*innen versendet werden, die zu Weihnachten vielleicht auch etwas nach Togo schenken möchten, indem sie spenden.

Spenden-Konto:
Donnu be – Freundschaft global. e.V.
IBAN: DE35 40060265 0018 7872 00

 

Weihnachtsbrief von Schwester Christa

Außerdem hat uns auch in diesem Jahr ein Weihnachtsbrief von Schwester Christa, unsererer ehemaligen Schulseelsorgerin, erreicht, in dem sie uns von ihrem Leben in Togo und dem tragischen Unfall berichtet, den sie und zwei ihrer Mitschwestern erlitten haben. Den bewegenden Brief, der sich an alle Freundinnen und Freunde richtet, möchten wir hier veröffentlichen.

Danke Schwester Christa und herzlichste Grüße nach Togo!

 

Liebe Freundinnen und Freunde am Overberg-Kolleg!

Ich freue mich über die Gelegenheit, Ihnen und Euch auf der Homepage des OK zu schreiben.

Viele von ihnen haben schon gehört, dass meine Gemeinschaft und ich Ende Januar 2021 einen schweren Unfall erlitten haben. Danach waren meine beiden Mitschwestern hospitalisiert und später zur Rehabilitation in ihrem jeweiligen Heimatland. Ich selbst habe mich bei unserer Gemeinschaft in der Hauptstadt Lomé erholt. Wir konnten nur gelegentlich für ein bis zwei Wochen nach Dapaong fahren um uns um das Nötigste zu kümmern: die Baustelle unseres zukünftigen Ausbildungshauses und vor allem die Jugendlichen! Erst seit Anfang Oktober sind wir wieder drei Schwestern in Dapaong: Fatima , die bisher in Lomé tätig war, Maria Leao, die Mitschwester, die nach unserem Unfall 11 Tage in Todesgesfahr geschwebt hatte. Nach 50 Krankenhaustagen hat sie drei Monate in Portugal verbracht und sich bei Physiotherapie, Familientreffen und gutem portugiesischen Essen erholt. Das ist unser „Wunder“, denn das hätte auch ganz anders ausgehen können. Wir sind alle sehr glücklich, sie wieder gesund und munter unter uns zu haben!

Es ist erstaunlich, was für positive Erfahrungen die Jugendlichen und wir machen, obwohl wir in diesem Jahr so eine Art „Wüste“ von Leid und Schwierigkeiten durchquert haben. Oder vielleicht ist es gerade deswegen?

Bei einem dreitägigen „Camp“ für junge Leute war ich Zeugin, wie 18 Jugendliche aus Lomé zum einen sich selber mehr entdeckt haben, indem sie ihrer eigenen Geschichte nachgegangen sind. Zum anderen haben sie in dieser oft leidvollen Geschichte die liebende und heilende Gegenwart Gottes entdeckt, die sich durch gute Fügungen, andere Menschen und lebendige Worte in ihrem Leben gezeigt hat. Nicht nur meditierend oder nachdenkend, sondern auch bei Tanz, Spiel und gemeinsamer Arbeit wurde diese liebende Gegenwart handgreiflich.

Die Begeisterung, die diese Tage geweckt haben, sollte sich für einige bei einer „Jugendmission“ in Dapaong fortsetzen. Zu ihr fanden sich 20 junge Leute aus den Städten Lomé, Kara und Dapaong in unserem gerade frisch eingeweihten Zentrum in Dapaong ein. Über (oftmals trennende) ethnische Grenzen hinweg waren diese Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereit, sich eine Woche lang für die Kinder und Jugendlichen von Dapaong einzusetzen: Bei Hausbesuchen haben sie die Erfahrung der Liebe Gottes in ihrem Leben geteilt. Bei einem Kinderfest haben sie über 200 Kindern einen fröhlichen Nachmittag bereitet, um ihnen zu sagen: Du bist wichtig und wertvoll! Nach einem Tag Großreinemachen der Bibliothek „Foyer des Jeunes“ haben sie bei Spiel, Tanz und Zeugnissen ihre Freude und Begeisterung anderen Jugendlichen aus Dapaong weitergegeben.

Ich war sehr stolz, diese Jugendlichen zu sehen, die die Freude entdeckt haben, sich für andere zu geben. Die jungen „Missionare“ strömten über vor Glück. All die Vorbereitungen, Mühe, Schwierigkeiten haben sich für meine beiden Mitschwestern und mich gelohnt, weil wir das Glück in ihren Augen sehen konnten.

Dort wird für mich ein Stück Wirklichkeit, was Papst Franziskus den jungen Menschen in seiner Botschaft zum diesjährigen diözesanen Jugendtag am Christkönigsfest vorschlägt: zu wagen, mit Christus selber zu sprechen, ihm zu begegnen, und Zeuge zu sein dessen, was diese Begegnung in ihrem Leben ändert, weckt und aufblühen lässt!

Die harten Erfahrungen des Unfalls, durch die wir persönlich und als Gemeinschaft in diesem Jahr gegangen sind, haben unsere Kraft nicht gebrochen. Sie haben uns unseren Geschwistern überall, aber insbesondere hier in Afrika, näher gebracht, wo das Leid oft so unbeschönigt und ungemildert an die Tür klopft: Krankheit, Unfälle, Mangel am Nötigen…

Sie haben uns uns bedürftig finden lassen und radikaler in Gottes Händen. Der Glaube und sein Trost sind uns lebens-notwendiger geworden und auch wahrer. Ich spüre eine Gewissheit in mir, dass Gott jeden Menschen liebt: ich habe es an meinem eigenen Leib erfahren! Diese Gewissheit begleitet mich zurück nach Dapaong, in die Schulen, in die Bibliothek, unter die Jugend, um den Menschen das nahe zu bringen.

Ich lebe einen spannenden Widerspruch in mir: Manchmal habe ich Angst, dass wieder ein Unfall passieren könnte, aber zugleich habe ich die Angst verloren vor dem, was das Leben mit sich bringen kann, denn ich weiß: nichts wird ohne Liebe bleiben. „Gott führt denen alles zum Guten, die ihn lieben (oder die Er liebt)“ (Röm 8,28)

Ich habe eine Weihnachtskarte gezeichnet, die Maria mit dem Neugeborenen in einem Krankenbett zeigt. Es ist das Krankenbett meiner Mitschwester Maria. So viel ist dort geboren! Das Leben ist uns (ihr, mir, meinen Mitschwestern) dort neu geschenkt worden. Und auch die Erfahrung der Liebe unter Geschwistern, dem Krankenhauspersonal, den Jugendlichen unserer Gemeinschaft, des Togo-weiten, ja, welt-weiten Gebetsnetzes, das uns getragen hat…

Ich wünsche Ihnen und Euch allen, dass Sie und Ihr in den Herausforderungen des Lebens, der Pandemie, unserer schulischen Situationen etc., Gottes liebende, heilende Gegenwart suchen und finden mögen. Und in der Gewissheit wachsen, dass die Liebe aus all dem „Schlechten“ und Schweren Gutes geboren werden lassen kann. Frohe Weihnachten 2021!

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